Samstag, 5. Juni 2010
Der "Common Call" - die Kirchen rücken näher zusammen
Gerade wurde im Plenum der "Common call" vorgestellt. Wie sieht die gemeinsame Vision von Mission von Evangelikalen, Pfingstlern, Katholiken, Lutheranern usw aus? Kann es so etwas überhaupt geben? Zunächst das Positive: Die Perspektiven scheinen sich tatsächlich anzunähern und die Themen von weltweitem Engagement für gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung werden mehrfach angesprochen und sind, das ist mein Eindruck aus der Konferenz, auch im "rechten" Spektrum der Christenheit immer wichtiger als Bestandteil von Mission. Z.B. der Satz: "Trusting in the Triune God, we are called to incarnate and proclaim the good news of salvation for a fallen world, of life in abundance, and of liberation for all poor and oppressed in such s way that we are a living demonstration of the love, righteousness and justice that God intends for the whole world." Allerdings werden die anderen Religionen weiterhin als passive Empfangende von Mission verstanden. Eine positive Zusammenarbeit mit den anderen Religionen in verschiedenen Bereichen scheint nicht Teil der Mission zu sein, zumindest ist das kein Konsens. Allerdings ist das nur der Entwurf, morgen werden wir die neue Version hören, und der interreligiöse Dialog ist dann hoffentlich auch dabei.
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4 Kommentare:
Es ist schön, hier von Euch zu lesen und darüber ein bisschen über die Konferenz auf dem Laufenden zu sein! Ich habe gerade gelesen, dass offenbar die Teilnehmenden aus dem "globalen Süden" unterrepräsentiert seien, aufgrund finanzieller Engpässe. Hast Du auch diesen Eindruck? Liebe Grüße von Annegreth
Ja, das ist leider so, es gab nicht genug Mittel für eine angemessene Repräsentation, jedoch hatte z.B. der lutherische Weltbund eine Delegation mit einem Vertreter aus jeder Region (es gibt 7 Regionen, von denen aber drei aus Europa sind) und mein Eindruck von den jungen Delegierten war auch dass die regionale Verteilung sehr gut war. Aber es sind dann eben doch viele in einer Funktion da wie z.B. der Präsident von der Lausanner Bewegung oder vom ÖRK welche oder von Missionsorganisationen, und dann kommt es wieder nicht hin mit dem Quorum. Gruss und Danke für den Kommentar, Gwen
Wenn in Sachen Mission ein "Common Call" möglich ist, gibt das ja auch Hoffnung für die gemeinsame Friedenserklärung, auch wenn diese nun doch nicht nächstes Jahr von Jamaica ausgehen soll...
Also, letztendlich war der "Dialog" mit im Call, aber nicht der "Interreligiöse Dialog". Mein Eindruck von der erzwungenen Passivität der anderen Religionen bleibt.
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