Welche theologische Bedeutung man anderen Religionen beimisst ist sicherlich die Gretchenfrage der Mission. Solange es bei allgemeinen Aussagen bleibt wie "Spreading the Gospel", die sehr verschiedenen verstanden werden koennen ist alles prima. Gestern in meiner Arbeitsgruppe "Christian Mission among other faiths" wurde in einer Podiumsdiskussion die Frage gestellt: Haben andere Religionen Wege zum Heil? Ein Mitglied der Kommission fuer Weltmission und Evangelisation des WCC sagte: Nein, aber das Christentum auch nicht. Nur Jesus Christus kann das Heil bringen. Da gab es ein gewisses Protestmurmeln unter einigen Delegierten. Aber dummerweise war die Podiumsdiskussion dann auch schon vorbei und die Frage konnte nicht weiter verfolgt werden... Eine der Sitzungsleitungen, eine Frau aus Indien, nannte unser Thema vermals explizit "Christian Faith among other Faiths" anstatt dem im Progamm ausgewiesenen. Das war ein guter Einfall.
Zwei Meinungen zur Konferenz scheint es zu geben: Die erste, dass es gut ist, dass wir uns ueberhaupt treffen und ueber diese Dinge reden, und die zweite, dass wir die schwierigen Fragen angehen muessen und zu einem Ergebnis kommen, das man in den Heimatlaendern vorweisen kann. Was meint ihr?
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2 Kommentare:
Ich fand ja diese Formel ganz gut, dass WIR keinen anderen Weg zum Heil als Jesus Christus kennen, aber Gottes Freiheit nicht darauf einschränken.
Weiß nicht mehr, bei welcher ÖRK-Missionskonferenz das formuliert wurde und wie genau.
Bin jedenfalls angetan von all euren Beobachtungen und hoffe, wir haben mal Gesprächsgelegenheit dazu.
Das war in San Antonio 1989... Im Buch zur Edinburgh-Konferenz heißt es weiter: Die Pluralität der Welt zu akzeptieren heißt auch anzuerkennen, dass Mission die Welt nicht erobern wird, im religiösen oder in einem anderen Sinne.
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