Die Konferenz geht schon ihrem Ende zu. So schnell verging die Zeit! Seit der Eröffnungsveranstaltung halten Twitter updates, … die anderen beiden „communications volunteers“ und mich auf Trapp. Jetzt versuche ich mal anstelle von kurzen Informationsfetzen ein paar Gedanken zu formulieren.
"Mission und Einheit: Ekklesiologie und Mission" - so lautet der Titel der Studiengruppe, auf die ich am meisten gespannt war und an der ich am Freitagnachmittag teilnahm. Nicht nur das Thema, sondern auch die verwendete „Regenbogenmethode“ interessierte mich sehr. So begann diese Sitzung nicht mit langen Vorträgen, sondern die Delegierten teilten sich nach eine kurzen Einleitung ins Thema und einer ausführlichen Erklärung der „Regenbogenmethode“ in die jeweils mit verschiedenen Farben versehenen Gruppen Jugend, Pfingstkirchen, Indien, „subaltern voices“, Kontextualisierung und RWB/ LWB auf.
Ich gesellte mich zur roten Regenbogengruppe „Jugend“. Zuerst trug Fr Vineeth Koshy aus Indien seine Gedanken zum Thema „Jugend“ vor. Diese könnte man unter vier Punkten zusammenfassen: 1. Das Wesen Gottes ist Kreativität, daher sollen wir junge Menschen in einer kreativen Weise einbeziehen, 2. Die Wahrnehmung des Kontexts ist wichtig, 4.Gemeinschaft ist bedeutend und ebenso ist es wichtig, Barmherzigkeit zu üben (4.). Allerdings war sein Referat so lang, dass wir fast keine Zeit mehr hatten, diese Punkte und was sie mit „Mission und Einheit“ zu tun haben könnten zu diskutieren. Schade, dachte ich, die tolle Regenbogenmethode funktioniert in solchen Fällen eben auch nicht. Eigentlich hätten wir Fragen beantworten sollten und unsere Gedanken dann nachher den anderen Gruppen mitteilen. Einige ältere Herren äußerten ihren Unmut darüber, dass ihnen keine Zeit gegeben wurde um zu diskutieren. Irgendwie blieben wir dann doch länger in den Kleingruppen und versuchten die Fragen des Studienthemas 8 http://bit.ly/a9qUhL zu beantworten.
Dann wurden die Regenbogengruppen gemischt! Ich blieb bei „Jugend“, zu uns kamen ein paar Delegierte der Regenbogengrupp „Pfingstbewegungen“. Die Diskussion um die sehr guten und zentralen Fragen http://bit.ly/a9qUhL ging weiter. Bei der Diskussion wie wir Mission verstehen wurden immer wieder die beiden Begriffe „Freundschaft“ und „Partnerschaft“ verwendet. In diesem Zusammenhang fand ich Prof. Dana L. Robert (Boston University) Vorschlag sehr interessant. Robert, die bereits am ersten Tag einen super Eröffnungsvortrag gehalten hatte, wandte sich dagegen Mission vorranging als „Partnerschaft“ zu verstehen. Sie schlug vor, Mission von dem Gedanken des „networking“ her zu betrachten. Menschen die „networking“ betreiben, so Robert, verwenden jeweils die Methode, die sie als angemessen betrachten. Interessante Idee, aber ist „networking“ nicht oft exklusiv oder elitär? Hoffentlich habe ich noch die Gelegenheit herausfinden was damit genau gemeint ist …
Anschließend sollten die Regenbogenfarben wieder miteinander verfließen, d.h. die Regenbogengruppen wurden wieder neu gemischt und fanden sich dann unter den oben genannten Themen zusammen. Allerdings sollte es nur noch fünf, nicht mehr sechs Gruppen geben und die Regenbogenfarbe rot verschwand ganz. Es gab also keine Gruppe „Jugend“ mehr! Stand hinter dieser Entscheidung die Hoffnung, dass dadurch das „Jugendthema“ in alle anderen Regenbogengruppen eingebracht wird? Das wäre ja super! Ich habe allerdings den Eindruck, dass dieser Idealfall eher nicht eingetreten ist.
Natürlich ist die Einführung einer anderen Methode kein Allheilmittel, dennoch fand ich es eine gute Idee die „Regenbodenmethode“ auszuprobieren und sie erlaubte auf jeden Fall, dass alle Delegierte die Möglichkeit hatten, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Das war nur ein kleiner Einblick! Von bereichernden Begegnungen, interessanten Gesprächen, … gäbe es natürlich noch viel zu erzählen ….
Samstag, 5. Juni 2010
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