Jetzt ist es Mittagszeit am ersten vollen Konferenztag, und ich finde, es gibt schon jetzt eine Menge zu verdauen, oder besser: bedenken.
Erster Gedanke: Der Vorsitzende des Aussschusses, der "Edinburgh 2010" vorbereitet hat, Andrew Anderson, sagte gestern im Rahmen des Begrüßungsabends: „Vielleicht sehen wir hier zum ersten Mal die Welt-Kirchen.“ Er meinte damit, dass es noch nie so eine Bandbreite von Kirchen, Konfessionen und Missionstraditionen gegeben habe, die gemeinsam zu einer Konferenz einladen. Orthodoxe, Anglikaner, Lutheraner, Reformierte, Methodisten, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, römische Katholiken, Evangelikale, Pfingstler und Unabhängige. - Das ist doch schon einmal was, oder?
Dann heute morgen Olav Fykse Tveit, der neue Generalsekretär des Weltkirchenrates. Er sagte bei der offiziellen Eröffnungs-Zeremonie: „Niemand braucht triumphalistische Bewegungen und Kirchen.“ -
Eine wichtige Erinnerung daran, was den Begriff 'Mission' zu einem Un-Wort gemacht hat. Mal sehen, ob es dazu ein paar hilfreiche Beiträge auf dieser Konferenz geben wird.
Und dann der Grundsatz-Vortrag von Dana L. Robert, Professorin für Weltchristenheit und Missionsgeschichte in Bosten. Sie machte Mut mit der Erklärung: „In der Lebenszeit der hier versammelten Menschen hat die Christenheit eine der größten Veränderungen in ihrer 2000-jährigen Geschichte vollzogen. Sie ist heute eine multikulturelle Religion mit Gläubigen in allen bewohnten Kontinenten.“ -
Na, wenn wir uns anfangen so zu benehmen und es vielleicht sogar schaffen, so gemeinsam für das befreiende Evangelium und Gerechtigkeit in dieser Welt einzutreten, dann hätten wir es ja schon fast geschafft!
Nur so ein paar Gedanken :o)
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